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FAQ


Antworten, die weiterhelfen.

Woran erkenne ich, dass ich Hilfe benötige?
Grundsätzlich ist diese Entscheidung sehr individuell. Sobald Sie das Gefühl haben, Ihre Schwierigkeiten nicht mehr aus eigener Kraft oder mit der Hilfe Angehöriger bewältigen zu können, ist es sinnvoll, sich professionelle Hilfe zu suchen. Ob es sich hierbei gezielt um eine Behandlung oder um eine richtungsgebende Beratung handelt, kann sich individuell unterscheiden und steht Ihnen nach Ihrem Ermessen frei.
Was kann ich als Angehörige*r tun, um mich zu entlasten?
Auch für Angehörige können psychische Probleme bei Menschen aus dem eigenen Umfeld belastend sein. Wichtig ist es hierbei, die eigene Belastungsgrenze zu erkennen und zu wahren. Viele Beratungsangebote richten sich daher auch oder speziell an Angehörige und können für Entlastung in anspruchsvollen Situationen sorgen. Zögern Sie nicht, auf Ihre eigenen Bedürfnisse zu achten und sich Hilfe zu suchen, wo Sie es benötigen.
Wie finde ich einen Therapieplatz?

Die Suche nach einem Psychotherapieplatz kann sehr herausfordernd sein – ausgerechnet dann, wenn man gerade nicht die Kapazitäten für eine solche Aufgabe hat. Mögliche Wege in die Therapie sind:

  • Eine Überweisung vom Hausarzt / von der Hausärztin zum Psychotherapeuten / zur Psychotherapeutin. Dieses Verfahren kann langwierig sein, da eine Überweisung stets nur einmal verwendet werden kann. Sofern der oder die kontaktierte Psychotherpeut*in aktuell keine freien Therapieplätze anbieten kann, beginnt das Procedere von vorn.
  • Über die Psychotherapeutensuche auf www.therapie.de finden Sie regelmäßig aktualisierte verfügbare Psychotherapieplätze in Ihrer Umgebung.
  • Auf der Website www.116117.de finden Sie eine Arzt- und Psychotherapeutensuche. o Über das sogenannte Kostenerstattungsverfahren besteht die Möglichkeit, auch als gesetzlich Versicherte*r eine Kostenübernahme einer Psychotherapie bei einer Praxis ohne Kassenzulassung seitens der Krankenversicherung zu erwirken. Hierzu ist es ratsam, Protokoll über Kontaktaufnahmen zu Praxen mit Kassensitz zu führen. In der Regel erhalten Sie viele Absagen bzw. besteht erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt die Möglichkeit, eine Psychotherapie zu beginnen. Dieses Protokoll können Sie anschließend bei der Krankenkasse einreichen und um die Kostenübernahme bei einer privaten Psychotherapiepraxis bitten. Informieren Sie sich zum genauen Ablauf idealerweise direkt bei Ihrer Krankenkasse.
  • Ausbildungsinstitute bieten oft zügig Therapieplätze an. Hier sind Psychotherapeut*innen in Aus- bzw. Weiterbildung tätig.
Was kann ich tun, wenn ich nicht mehr weiter weiß und sofort Hilfe benötige?

Wenn Sie sich in einer psychischen Ausnahmesituation befinden und keinen Ausweg wissen, haben Sie stets die Möglichkeit, einen Krankenwagen zu rufen. Diese stehen auch in psychischen Notsituationen zur Verfügung. Zudem stellen die Notaufnahmen psychiatrischer Krankenhäuser (bspw. das Heinrich Sengelmann Krankenhaus in Bargfeld-Stegen) rund um die Uhr eine Anlaufstelle dar.

Was ist der Unterschied zwischen Beratung und Therapie?
Beratung ist zeitlich begrenzt und konzentriert sich auf konkrete Fragestellungen oder Krisensituationen. Therapie ist längerfristig angelegt und behandelt psychische Erkrankungen intensiver. Beratungsstellen können Ihnen helfen, das passende Angebot zu finden.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Behandlung?
Ja, die Kosten für eine anerkannte Psychotherapie werden in der Regel von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Auch die Beratungsstellen im Kreis Stormarn bieten ihre Gespräche oft kostenlos oder gegen einen geringen Kostenbeitrag an. Fragen Sie beim Erstkontakt einfach unverbindlich nach.
Wer erfährt davon, dass ich mir Hilfe suche?
Niemand, wenn Sie das nicht möchten. Ärzt:innen, Therapeut:innen und Berater:innen unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. Ihr Arbeitgeber oder Ihr Umfeld erfahren nichts von Ihrem Besuch, solange Sie niemanden von der Schweigepflicht entbinden.
Benötige ich eine Überweisung vom Hausarzt?
Für den Besuch einer Beratungsstelle benötigen Sie keine Überweisung. Auch bei Psychotherapeut:innen können Sie direkt einen Termin für eine Sprechstunde vereinbaren. Ein Besuch beim Hausarzt ist dennoch oft sinnvoll, um körperliche Ursachen für Beschwerden auszuschließen.
Was kann ich tun, wenn ich lange auf einen Therapieplatz warten muss?
Wartezeiten sind leider keine Seltenheit. Nutzen Sie zur Überbrückung die Angebote der psychosozialen Kontaktstellen oder Beratungsstellen im Kreis Stormarn. Diese können Ihnen kurzfristig entlastende Gespräche anbieten, bis eine langfristige Therapie beginnt.
Können mir auch Selbsthilfegruppen helfen?
Ja, der Austausch mit Menschen, die Ähnliches erleben, kann sehr wertvoll sein. Selbsthilfegruppen ersetzen zwar keine Therapie, sind aber eine wichtige Ergänzung. Über die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen (KIBIS) finden Sie passende Gruppen im Kreis Stormarn.